Unilever Neubau Hafencity„..Sich gut fühlen, gut aussehen und mehr vom Leben haben", lautet ein Slogan von Unilever, einem der weltweit größten Markenartikelhersteller für Nahrungsmittel, Kosmetika, Körperpflege- sowie Haushalts- und Textilpflegeprodukten. Dass es sich hierbei nicht um ein Lippenbekenntnis handelt, macht der britisch-niederländische Konzern nicht nur mit seinen Produkten, sonder auch mit dem neuen Hauptsitz für Deutschland, Österreich und die Schweiz deutlich. Von Behnisch Architekten auf einem Filetstück am Strandkai in der Hamburger Hafencity geplant, präsentiert sich Unilever seit kurzem mit einem ebenso eleganten wie nachhaltigen Gebäude, das der internationalen Bedeutung des Unternehmens in jeder Hinsicht gerecht wird. Zu den innovativsten Bürogebäuden Hamburgs zählte bereits der ehemalige Unternehmenssitz, das 1963 eingeweihte Unilever-Hochhaus, wo die Angestellten Arbeitsbedingungen vorfanden, wie sie in Deutschland bis dahin unbekannt waren. Mehr als vierzig Jahre später entsprach das Gebäudekonzept mit 21 übereinander liegenden Etagen und kleinteiligen Raumaufteilungen allerdings nicht mehr dem Organisationskonzept des heutigen Weltkonzerns - beispielsweise wurden Kommunikations- und Arbeitsflüsse nicht mehr optimal unterstützt. Im Gegensatz hierzu sollte der kompakte fünfgeschossige Neubau auf den ersten Blick flache Hierarchien widerspiegeln, Raum für interfunktionale und internationale Teams schaffen sowie Offenheit und Transparenz ausstrahlen. Für einladende Durchlässigkeit stehen daher nicht nur die Markenläden, Cafés, Versuchsküchen und Eventflächen des für Passanten offen stehenden Erdgeschosses, sondern auch die vier darüber liegenden Bürogeschosse. Zum einen gelingt dies durch Blickbeziehungen über das lichtdurchflutete Atrium in gegenüber liegenden Bürobereiche oder die weitläufige Elbelandschaft. Zum anderen durch großzügig dimensionierte Büroflächen, die bis in die Geschäftsleitungsbereiche hinein als Open Space Lösung realisiert wurden und die ihre Identität durch ihre Lage in ganz unterschiedlichen Raumsituationen erhalten. Bei der Ausschreibung zur Einrichtung von rund 1000 Arbeitsplätzen konnte sich Steelcase gemeinsam mit dem Hamburger Fachhändler Kirsch & Lütjohann gegenüber den Büromöbelherstellern Samas, Bene, Haworth und Vitra durchsetzen - Aufträge für Bürostühle sowie Konferenz- und andere Sonderbereiche wurden an Mitbewerber vergeben. Besondere Aufmerksamkeit bei der Ausstattung der Arbeitsplätze erforderte die Raumakustik. Schließlich erfolgt die Kühlung und Beheizung des gesamten Gebäudes im Sinne eines nachhaltigen Betriebskonzepts über die thermische Aktivierung der Betondecken. Der Einsatz von Akustikdecken war aus diesem Grund ausgeschlossen. Deren schalldämpfende Aufgabe übernehmen neben eigens angefertigten perforierten Bodenkassetten mit Teppichüberzug insbesondere die Büromöbel. Für die Einrichtung der Bürogeschosse hatte Unilever gemeinsam mit dem Büro Behnisch präzise Vorgaben hinsichtlich Größe, Oberfläche und Design entwickelt. Diesen Vorgaben entsprach Steelcase mit einigen adaptierten Möbelserien, deren Entwicklung mit Blick auf ein gestalterisch und funktional optimales Endergebnis eng mit den Architekten abgestimmt wurde. Zum Einsatz kamen beispielsweise FrameOne- Tische mit A-Fußgestellen, Partito Aufsatzwände und Schiebetürenschränke (3OH) mit Akustikrücken und Acrylfronten. Eine Besonderheit stellt auch die Integrierung von LED-Stehleuchten des Leuchtenherstellers Nimbus dar, die sich durch geringe Betriebs- und Wartungskosten, einen sehr hohen Wirkungsgrad und eine lange Lebensdauer auszeichnen und hervorragend mit den Steelcase Arbeitsplätzen harmonieren.
Text: Steelcase |
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